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Mediation
Was ist Mediation und wie läuft sie ab?
Mediation ist ein Verfahren, das dazu dient, einen Konflikt zwischen streitenden Parteien beizulegen oder zu vermeiden mit Hilfe eines neutralen Dritten, dem sog. Mediator. Der Begriff geht auf das englische Verb „to mediate“ = „vermitteln, aushandeln“ zurück. Dieses Verb hat wiederum seine Wurzeln im lateinischen „mediare“ = „in der Mitte sein“ (vgl. Risse, Wirtschaftsmediation, S. 5, Rn 9).
Ziel des Verfahrens ist das Erreichen einer einvernehmlichen Lösung, die die Bedürfnisse und Interessen der Medianten berücksichtigt. Es werden zukunftsorientierte Konfliktlösungen erarbeitet, die alle Beteiligten gemeinsam mittragen und akzeptieren, bei denen es nicht um „Siegen“ oder „Verlieren“ geht, sondern um Win-Win-Lösungen. Der Mediator unterstützt die Verhandlung zwischen den Parteien und oktroyiert diesen keine Entscheidung (vgl. Haft, Verhandlung und Mediation, S. 244). Er setzt sich durch seine Haltung und durch Kommunikationsmethoden dafür ein, dass das Gespräch zwischen den zerstrittenen Parteien wieder in Gang kommt. Er unterstützt sie dabei, die Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen und auszusprechen, die hinter ihren starren Positionen liegen. Der Mediator organisiert, strukturiert und steuert den Mediationsablauf. Er regt an, dass die andere Partei zuhört und sowohl inhaltlich als auch emotional verstanden wird. Der Wendepunkt ist erreicht, wenn auf der kognitiven Ebene ein Perspektivenwechsel möglich ist, d. h. der eine Mediand kann aus der Perspektive des anderen sehen, verknüpft mit dem empathischen Erfühlen der Gefühle und Bedürfnisse des anderen. Dadurch werden die Interessen der anderen Partei als verhandlungswürdig anerkannt und die andere Partei fühlt sich verstanden. Die starren Positionen werden zur Findung einer gemeinsamen Lösung für die Zukunft und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse beider Parteien aufgegeben (sog. Win-Win-Lösung). Gegenseitige Wertschätzung und Respekt sind dabei die Grundpfeiler in der Konfliktauseinandersetzung.
Entsprechend der Vielfalt der Lebensbereiche, in denen Mediation engesetzt wird, und der unterschiedlichen professionellen Hintergründe von Mediatoren Rechnung tragend, findet sich kein einheitliches Verständnis von Mediation, wie es auch kein allgemein gültiges, einheitliches Berufsbild gibt.  Als Mediatoren arbeiten u. a. Juristen, Rechtsanwälte, Notare, Richter, Psychologen, Soziologen, Sozialwissenschaftler, Betriebswirte, etc. Grundsätzlich können sich alle Menschen zusätzlich als Mediator qualifizieren.
Die Mediation ist entgegen der weit verbreiteten Vorstellung kein harmoniesüchtiges, rechtsfeindliches Palaver über eine mögliche Streitbeilegung. Tatsächlich handelt es sich um ein nüchternes, klar strukturiertes Verfahren, das unter anderem Erkenntnisse der Verhandlungsforschung nutzt (vgl. Risse, Wirtschaftsmediation, S. 37, Rn 76).
Die gemeinsame, umfassende und werterschöpfende Regelung einer Konfliktsituation kann als Idealziel von Mediation bezeichnet werden. Die Frage nach einer eventuellen Schuld steht nicht im Vordergrund.
Eine Mediation kann sich idealtypisch in fünf Phasen untergliedern:

Phase 1:        Vorbereitung und Mediationsvertrag     
Phase 2:        Zusammenstellung der Themenbereiche        
Phase 3:        Erarbeitung von Interessen und Bedürfnissen          
Phase 4:        Sammlung und Bewertung von Lösungsoptionen    
Phase 5:        Abschlussvereinbarung